Parse error: Unexpected token; token 3 expected in file '[inline]' on line 1 Betriebliche Gesundheitsförderung - Koch, Bolz & Timm
18.07.2016

Betriebliche Gesundheitsförderung

Autor: Nele Felten
Die betriebliche Gesundheitsprävention birgt neben dem wichtig(st)en Faktor Gesunderhaltung Ihrer Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen auch einen steuerlichen Vorteil: Die Aufwendungen sind steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie 500 EUR pro Jahr und Arbeitnehmer nicht überschreiten, und sind als Betriebsausgabe abziehbar.

Die betriebliche Gesundheitsprävention birgt neben dem wichtig(st)en Faktor Gesunderhaltung Ihrer Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen auch einen steuerlichen Vorteil: Die Aufwendungen sind steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie 500 EUR pro Jahr und Arbeitnehmer nicht überschreiten, und sind als Betriebsausgabe abziehbar.

Sie können Ihren Mitarbeitern Möglichkeiten der Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands, der Entspannung und auch der individuellen Stressbewältigung am Arbeitsplatz bieten.

Die begünstigten Maßnahmen sind vielfältig, müssen jedoch hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen genügen. Im Einzelnen sind begünstigt:

-          Allgemeine Reduzierung von Bewegungsmangel sowie Vorbeugung und Reduzierung spezieller Risiken durch

           verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme

-          Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparates

-          allgemeine Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung sowie Vermeidung und Reduktion von Übergewicht

-          Gesundheitsgerechte betriebliche Gemeinschaftsverpflegung (z. B. Ausrichtung der Betriebsverpflegungsangebote

            an Ernährungsrichtlinien und Bedürfnisse der Beschäftigten, Schulung des Küchenpersonals, 

            Informations- und Motivierungskampagnen)

-          Stressbewältigung und Entspannung (= Vermeidung stressbedingter Gesundheitsrisiken)

-          Förderung der individuellen Kompetenzen der Stressbewältigung am Arbeitsplatz, gesundheitsgerechte

           Mitarbeiterführung

-          Einschränkung des Suchtmittelkonsums (= allgemeine Förderung des Nichtrauchens, „rauchfrei“ im Betrieb,

           gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol, allgemeine Reduzierung des Alkoholkonsums, Nüchternheit   

           am Arbeitsplatz).

Begünstigt sind u.a. auch Yoga und Pilates-Kurse, da es sich entweder um verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme oder um Vermeidung stressbedingter Gesundheitsrisiken handelt. Auch Aufwendungen des Arbeitgebers für Schutzimpfungen der Arbeitnehmer (z. B. gegen Grippe) fallen als Leistungen zur Primärprävention (= Risikoschutz) unter die Steuerbefreiungsvorschrift des § 3 Nr. 34 EStG.

Schließlich kann die Steuerbefreiungsvorschrift auch zur Anwendung kommen, wenn eine spezielle Bildschirmarbeitsbrille nicht aufgrund einer vorher durchgeführten ärztlichen Untersuchung angeschafft wird.

Unter die Steuerbefreiungsvorschrift fallen neben den unmittelbaren Leistungen des Arbeitgebers auch Barleistungen (Zuschüsse) des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer, die diese für extern durchgeführte Maßnahmen aufwenden. Hierdurch wird die Tatsache berücksichtigt, dass insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen nicht in demselben Maße wie große Unternehmen eigene Gesundheitsförderungsmaßnahmen durchführen können und daher auf bestehende, externe Angebote angewiesen sind. Die Steuerbefreiung kann daher auch in Anspruch genommen werden, wenn durch den Arbeitgeber ein Zuschuss für eine der o. a. Maßnahmen gewährt wird, die von einem Sportverein oder einem Fitnessstudio angeboten werden.

Allein die Übernahme oder die Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen an einen Sportverein oder ein Fitnessstudio ist aber nicht steuer- und sozialversicherungsfrei. Das gilt auch dann, wenn im Fitnessstudio z. B. ein spezielles Rückentraining durchgeführt werden sollte (z. B. Kieser-Training).

Voraussetzungen für die Begünstigung sind immer das Angebot und die Durchführung seitens eines qualifizierten Anbieters, wie etwa das „FPZ-Rückenkonzept“ oder Raucherentwöhnungskurse der Krankenkassen.

Sie sind interessiert? Zögern Sie nicht uns anzusprechen!

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